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Was ist Cannabis? Die Cannabispflanze einfach erklärt

Cannabis ist eine Pflanze aus der Gattung Cannabis, die seit Jahrhunderten unter anderem als Nutz-, Arznei- und Rauschpflanze verwendet wird. Besonders bekannt ist sie wegen ihrer Cannabinoide wie THC und CBD, die vor allem in den harzbildenden Drüsenhaaren der Pflanze vorkommen.

Im Alltag wird der Begriff Cannabis allerdings für unterschiedliche Dinge verwendet.

Gemeint sein können:

  • die Cannabispflanze selbst
  • getrocknete Cannabisblüten
  • Haschisch
  • medizinisches Cannabis
  • Nutzhanf
  • verschiedene Cannabisextrakte

Deshalb lohnt es sich zunächst zu klären, was Cannabis biologisch eigentlich ist.

Was ist Cannabis?

Cannabis bezeichnet eine Pflanzengattung aus der Familie der Hanfgewächse.

Die wissenschaftlich bekannteste Bezeichnung lautet:

Cannabis sativa L.

Das „L.“ steht für den Naturforscher Carl von Linné, der die Pflanze wissenschaftlich beschrieb.

Cannabis ist eine krautige Pflanze, die je nach:

  • Genetik
  • Umwelt
  • Licht
  • Nährstoffversorgung
  • Entwicklungsstadium

sehr unterschiedlich aussehen kann.

Cannabispflanzen können unter anderem wegen ihrer:

  • Fasern
  • Samen
  • Inhaltsstoffe
  • Blüten

genutzt werden.

Der Begriff Hanf wird dabei häufig ebenfalls für Pflanzen der Gattung Cannabis verwendet.

Ist Cannabis dasselbe wie Hanf?

Biologisch beziehen sich Cannabis und Hanf auf dieselbe Pflanzengruppe.

Im alltäglichen und rechtlichen Sprachgebrauch werden die Begriffe jedoch häufig unterschiedlich verwendet.

Mit Nutzhanf sind meist Cannabissorten gemeint, die für industrielle beziehungsweise landwirtschaftliche Zwecke angebaut werden.

Typische Nutzungsbereiche sind:

  • Fasern
  • Textilien
  • Baustoffe
  • Hanfsamen
  • Hanfsamenöl
  • Lebensmittel

Der Begriff Cannabis wird dagegen häufig stärker mit:

  • THC-haltigen Blüten
  • Genusskonsum
  • medizinischer Verwendung

verbunden.

Botanisch handelt es sich aber nicht um zwei völlig verschiedene Pflanzenwelten.

Zu welcher Pflanzenfamilie gehört Cannabis?

Cannabis gehört zur Familie:

Cannabaceae – Hanfgewächse

Zu dieser Pflanzenfamilie gehört beispielsweise auch:

Hopfen – Humulus

Cannabis und Hopfen sind also botanisch miteinander verwandt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass beide Pflanzen dieselben Inhaltsstoffe oder Wirkungen besitzen.

Cannabis sativa, indica und ruderalis – gibt es verschiedene Arten?

Im Cannabisbereich begegnet man häufig den Bezeichnungen:

  • Cannabis sativa
  • Cannabis indica
  • Cannabis ruderalis

Diese Einteilung wird besonders häufig bei Cannabissorten verwendet.

Botanisch ist die genaue taxonomische Abgrenzung jedoch komplex und wissenschaftlich nicht so eindeutig, wie viele Sortenbeschreibungen vermuten lassen.

Im kommerziellen Bereich werden „Sativa“ und „Indica“ häufig verwendet, um:

  • Wuchsform
  • Herkunft
  • vermutete Wirkung

zu beschreiben.

Besonders problematisch ist die direkte Gleichsetzung:

Sativa = aktivierend

und:

Indica = beruhigend

Die tatsächliche Wirkung eines Cannabisprodukts lässt sich nicht zuverlässig allein aus dieser Bezeichnung ableiten.

Entscheidender sind unter anderem:

  • Cannabinoidprofil
  • THC-Dosis
  • weitere Inhaltsstoffe
  • individuelle Empfindlichkeit
  • Konsumform

Für eine wissenschaftlich saubere Beschreibung ist deshalb das tatsächliche chemische Profil wesentlich aussagekräftiger als eine reine Sativa-/Indica-Bezeichnung.

Wie sieht eine Cannabispflanze aus?

Cannabispflanzen besitzen einige typische Merkmale.

Besonders bekannt sind ihre handförmig zusammengesetzten Blätter.

Je nach Genetik und Entwicklungsstadium können diese aus mehreren schmalen beziehungsweise breiteren Einzelblättchen bestehen.

Weitere typische Pflanzenteile sind:

  • Wurzeln
  • Hauptstamm
  • Seitentriebe
  • Blätter
  • Knoten
  • Blüten
  • Trichome
  • Samen

Die genaue Erscheinungsform kann stark variieren.

Einfluss haben beispielsweise:

  • Sorte beziehungsweise Genetik
  • Licht
  • Temperatur
  • Nährstoffe
  • Topfgröße
  • Trainingsmethoden
  • Wachstumsdauer

Wie ist eine Cannabispflanze aufgebaut?

Eine Cannabispflanze lässt sich vereinfacht in mehrere wichtige Bereiche unterteilen.

Wurzeln

Die Wurzeln versorgen die Pflanze unter anderem mit:

  • Wasser
  • Mineralstoffen
  • Nährstoffen

Außerdem verankern sie die Pflanze im Boden beziehungsweise Substrat.

Ein gesundes Wurzelsystem ist für die Entwicklung der gesamten Pflanze von großer Bedeutung.

Stamm und Äste

Der Hauptstamm trägt die oberirdischen Pflanzenteile.

Von ihm gehen Seitentriebe und Äste aus.

Innerhalb der Pflanze werden über Leitgewebe unter anderem:

  • Wasser
  • Mineralstoffe
  • Assimilate

transportiert.

Blätter

Cannabisblätter übernehmen wichtige Aufgaben bei:

  • Photosynthese
  • Gasaustausch
  • Stoffwechsel

Besonders bekannt sind die großen sogenannten Fächerblätter.

Sie sollten jedoch nicht mit den kleineren blütennahen Blättern verwechselt werden.

Blüten

Für die Cannabinoidproduktion sind besonders die weiblichen Blütenstände interessant.

Dort befinden sich besonders viele Drüsenhaare beziehungsweise Trichome.

Die EUDA beschreibt THC als besonders stark im Bereich der weiblichen Blütenteile konzentriert.

Trichome

Trichome sind mikroskopisch kleine Strukturen auf der Pflanzenoberfläche.

Bestimmte glanduläre Trichome produzieren ein harzartiges Sekret.

Dieses enthält unter anderem:

  • Cannabinoide
  • Terpene
  • weitere Pflanzenstoffe

Besonders viele entsprechende Drüsenhaare finden sich im Bereich der Blütenstände weiblicher Pflanzen.

Was sind Trichome bei Cannabis?

Trichome sind kleine Drüsenhaare, in denen ein großer Teil der für Cannabis typischen Harzbestandteile gebildet wird.

Unter Vergrößerung können sie teilweise wie kleine:

Stiele mit kugelförmigem Kopf

aussehen.

In diesen Strukturen werden unter anderem verschiedene Cannabinoide produziert.

Dazu gehören beziehungsweise entstehen über entsprechende Vorstufen:

  • THC
  • CBD
  • CBG
  • CBC
  • weitere Cannabinoide

Das BfR beschreibt, dass das Harz der Drüsenhaare zu einem großen Anteil aus Cannabinoiden bestehen kann.

Interner Link: Was sind Cannabinoide?

Interner Link: Was sind Phytocannabinoide?

Welche Wirkstoffe enthält Cannabis?

Cannabis enthält eine Vielzahl unterschiedlicher chemischer Verbindungen.

Besonders bekannt sind die Cannabinoide.

Zu ihnen gehören unter anderem:

  • THC
  • CBD
  • CBG
  • CBC
  • CBN

Daneben enthält Cannabis weitere Pflanzenstoffe wie:

  • Terpene
  • Flavonoide
  • Fettsäuren
  • Wachse
  • Pigmente
  • weitere sekundäre Pflanzenstoffe

Das BfR berichtet von mehreren hundert identifizierten Inhaltsstoffen der Hanfpflanze und über hundert beschriebenen Cannabinoiden.

Die chemische Zusammensetzung kann sich von Pflanze zu Pflanze erheblich unterscheiden.

Interner Link: Was sind Cannabinoide?

Was ist THC?

THC steht für Tetrahydrocannabinol.

Gemeint ist meist:

Delta-9-Tetrahydrocannabinol

THC ist hauptsächlich für die typische berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich.

Es kann unter anderem:

  • Wahrnehmung
  • Gedächtnis
  • Aufmerksamkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Koordination

beeinflussen.

THC entsteht in der Pflanze zu einem großen Teil zunächst über seine saure Vorstufe:

THCA

Durch Decarboxylierung kann daraus THC entstehen.

Was ist THC?

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol.

Cannabidiol gehört ebenfalls zu den bekannten Phytocannabinoiden.

Im Gegensatz zu THC verursacht CBD keinen vergleichbaren typischen Cannabisrausch.

CBD ist jedoch pharmakologisch aktiv.

Deshalb bedeutet:

„CBD macht nicht high“

nicht:

„CBD wirkt überhaupt nicht auf den Körper.“

CBD und THC besitzen deutlich unterschiedliche Wirkprofile.

Was ist CBD?

THC vs. CBD – Was ist der Unterschied?

Warum produziert Cannabis Cannabinoide?

Cannabinoide werden nicht produziert, damit Menschen sie konsumieren können.

Sie sind Bestandteile des pflanzlichen Stoffwechsels.

Welche biologischen Funktionen sie für die Cannabispflanze genau erfüllen, wird weiterhin erforscht.

Diskutiert werden unter anderem mögliche Zusammenhänge mit:

  • Schutzmechanismen
  • UV-Strahlung
  • Fraßfeinden
  • Krankheitserregern
  • Stressreaktionen

Viele dieser Funktionen sind jedoch komplex und sollten nicht auf eine einzelne Erklärung reduziert werden.

Was sind Terpene?

Terpene sind aromatische Pflanzenstoffe.

Sie sind nicht nur in Cannabis vorhanden.

Auch viele andere Pflanzen produzieren Terpene.

Sie tragen beispielsweise zu typischen Gerüchen bei von:

  • Zitrusfrüchten
  • Lavendel
  • Kiefer
  • Hopfen
  • Kräutern

Auch Cannabis kann zahlreiche unterschiedliche Terpene enthalten.

Bekannte Beispiele sind:

  • Myrcen
  • Limonen
  • Linalool
  • Pinen
  • Caryophyllen

Terpene und Cannabinoide sind jedoch nicht dasselbe.

Cannabinoide bilden eine andere chemische Stoffgruppe.

Gibt es männliche und weibliche Cannabispflanzen?

Ja.

Cannabis kann männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Pflanzen ausbilden.

Solche Pflanzen werden als:

zweihäusig beziehungsweise diözisch

bezeichnet.

Weibliche Cannabispflanzen

Weibliche Pflanzen bilden weibliche Blütenstände.

Diese sind für die Produktion cannabinoidreichen Harzes besonders relevant.

Männliche Cannabispflanzen

Männliche Pflanzen bilden Pollensäcke.

Ihr Pollen kann weibliche Blüten bestäuben.

Nach einer erfolgreichen Bestäubung kann die weibliche Pflanze Samen produzieren.

Können Cannabispflanzen beide Geschlechter zeigen?

Unter bestimmten genetischen beziehungsweise Umweltbedingungen können Pflanzen auch männliche und weibliche Blütenmerkmale ausbilden.

Im Anbaubereich wird dafür häufig der Begriff:

Hermaphrodit beziehungsweise zwittrig

verwendet.

Wie vermehrt sich Cannabis?

Cannabis kann grundsätzlich auf unterschiedliche Weise vermehrt werden.

Über Samen

Bei sexueller Fortpflanzung entstehen Samen nach:

Bestäubung → Befruchtung → Samenbildung

Samen enthalten eine neue Kombination genetischer Merkmale.

Über Stecklinge

Cannabis kann außerdem vegetativ über Stecklinge vermehrt werden.

Ein Steckling ist genetisch im Wesentlichen eine Kopie der Mutterpflanze.

Im Anbau wird deshalb häufig von:

Klonen

gesprochen.

Samen und Stecklinge besitzen jeweils unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzbereiche.

Welche Entwicklungsphasen hat eine Cannabispflanze?

Der Lebenszyklus lässt sich vereinfacht in mehrere Phasen einteilen.

Keimung

Der Samen nimmt Wasser auf und beginnt zu keimen.

Zuerst entwickelt sich die Wurzel.

Sämlingsphase

Die junge Pflanze bildet ihre ersten Blätter und beginnt zunehmend selbstständig Photosynthese zu betreiben.

Vegetative Phase

In dieser Phase steht besonders das Wachstum von:

  • Wurzeln
  • Stamm
  • Ästen
  • Blättern

im Vordergrund.

Blütephase

Während der Blüte entwickelt die Pflanze ihre Fortpflanzungsorgane.

Bei weiblichen Pflanzen entstehen die für Cannabis besonders charakteristischen Blütenstände.

Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Trichome und der darin gebildeten Inhaltsstoffe zu.

Reife

Mit fortschreitender Blüte verändern sich:

  • Blütenstruktur
  • Cannabinoidprofil
  • Terpenprofil
  • Trichome

Die chemische Zusammensetzung ist also nicht während des gesamten Lebenszyklus identisch.

Ist Cannabis einjährig?

Cannabis wird typischerweise als einjährige Pflanze beschrieben.

Das bedeutet:

Innerhalb einer Vegetationsperiode durchläuft sie normalerweise:

  • Keimung
  • Wachstum
  • Blüte
  • Samenbildung
  • Ende des natürlichen Lebenszyklus

Im kontrollierten Anbau können einzelne Pflanzen durch gezielte Lichtbedingungen allerdings länger in der vegetativen Phase gehalten werden.

Was ist Marihuana?

Der Begriff Marihuana wird üblicherweise für getrocknete:

  • Cannabisblüten
  • blütennahe Pflanzenteile

verwendet.

Marihuana ist also nicht der Name eines einzelnen Wirkstoffs.

Es handelt sich um pflanzliches Material der Cannabispflanze.

Je nach Pflanze kann es unterschiedliche Mengen enthalten von:

  • THC
  • CBD
  • weiteren Cannabinoiden
  • Terpenen

Was ist Haschisch?

Haschisch wird aus dem Harz beziehungsweise den harzreichen Trichomen der Cannabispflanze hergestellt.

Es handelt sich damit nicht einfach um getrocknete Blüten.

Vereinfacht:

Cannabisblüten → pflanzliches Material

Haschisch → konzentrierte beziehungsweise abgetrennte harzreiche Bestandteile

Die EUDA beschreibt Cannabisharz als ein aus den harzhaltigen Teilen der Pflanze gewonnenes Produkt.

Was ist Cannabisöl?

Der Begriff Cannabisöl ist nicht eindeutig.

Er kann je nach Zusammenhang unterschiedliche Produkte bezeichnen.

Beispiele sind:

  • Cannabisextrakte
  • THC-haltige Öle
  • CBD-Öle
  • medizinische Zubereitungen

Davon zu unterscheiden ist:

Hanfsamenöl

Dieses wird aus Hanfsamen gewonnen.

Hanfsamen besitzen keine cannabinoidbildenden Drüsenhaare und enthalten deshalb Cannabinoide nicht natürlicherweise als typische Inhaltsstoffe.

Was ist Nutzhanf?

Nutzhanf wird gezielt für landwirtschaftliche beziehungsweise industrielle Zwecke angebaut.

Mögliche Produkte sind:

  • Fasern
  • Dämmstoffe
  • Textilien
  • Baustoffe
  • Hanfsamen
  • Hanfsamenöl
  • Proteinprodukte

Nutzhanf gehört ebenfalls zur Gattung Cannabis.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Sorte
  • Verwendungszweck
  • gesetzliche Anforderungen

Nutzhanf sollte deshalb nicht als botanisch völlig andere Pflanze betrachtet werden.

Was ist medizinisches Cannabis?

Medizinisches Cannabis bezeichnet Cannabis beziehungsweise cannabinoidhaltige Arzneimittel, die im medizinischen Kontext eingesetzt werden.

Dabei können je nach Produkt unterschiedliche Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffverhältnisse relevant sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • THC
  • CBD
  • Kombinationen verschiedener Cannabinoide

Medizinischer Einsatz und Freizeitkonsum sind nicht gleichzusetzen.

Eine medizinische Verwendung erfolgt auf Grundlage einer konkreten medizinischen Fragestellung und entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung.

Ist Cannabis immer berauschend?

Nein.

Ob ein Cannabisprodukt einen typischen Rausch hervorruft, hängt insbesondere von seinem THC-Gehalt und der aufgenommenen THC-Menge ab.

Cannabispflanzen können sehr unterschiedliche Cannabinoidprofile besitzen.

Es existieren beispielsweise Pflanzen mit:

  • hohem THC-Gehalt
  • hohem CBD-Gehalt
  • ausgewogeneren THC-/CBD-Verhältnissen
  • erhöhten Anteilen anderer Cannabinoide

Die Aussage:

„Cannabis macht immer high“

ist deshalb zu pauschal.

Gleichzeitig gilt:

THC-haltige Cannabisprodukte können deutlich berauschend wirken.

Warum unterscheiden sich Cannabissorten?

Cannabispflanzen unterscheiden sich genetisch.

Dadurch können sie unterschiedliche Eigenschaften entwickeln.

Beispielsweise:

  • Wuchshöhe
  • Blattform
  • Blütezeit
  • Ertrag
  • Cannabinoidprofil
  • Terpenprofil
  • Resistenz gegenüber Umweltbedingungen

Zusätzlich beeinflusst die Umwelt die tatsächliche Ausprägung.

Dazu gehören:

  • Licht
  • Temperatur
  • Nährstoffe
  • Wasser
  • Stress
  • Erntezeitpunkt

Der Sortenname allein reicht deshalb nicht immer aus, um die chemische Zusammensetzung einer konkreten Cannabisprobe zuverlässig vorherzusagen.

Eine Laboranalyse liefert wesentlich genauere Informationen.

Was ist Cannabis? Das Wichtigste zusammengefasst

Cannabis ist eine Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse, die zahlreiche unterschiedliche Inhaltsstoffe produziert. Besonders bekannt sind Cannabinoide wie THC und CBD.

Die wichtigsten Fakten:

  • Cannabis gehört zur Familie Cannabaceae.
  • Eine bekannte wissenschaftliche Bezeichnung ist Cannabis sativa L.
  • Hanf und Cannabis gehören botanisch zur gleichen Pflanzengruppe.
  • Cannabis besitzt Wurzeln, Stamm, Blätter, Blüten und Trichome.
  • Besonders viele cannabinoidreiche Drüsenhaare befinden sich an weiblichen Blütenständen.
  • Trichome produzieren ein harzartiges Sekret.
  • Cannabis enthält zahlreiche Cannabinoide.
  • THC ist hauptsächlich für die typische berauschende Wirkung verantwortlich.
  • CBD verursacht keinen vergleichbaren THC-Rausch.
  • Cannabis enthält neben Cannabinoiden auch Terpene und viele weitere Pflanzenstoffe.
  • Cannabis kann männliche und weibliche Blüten ausbilden.
  • Die Pflanze kann über Samen oder vegetativ über Stecklinge vermehrt werden.
  • Ihr Lebenszyklus umfasst Keimung, Wachstum, Blüte und Reife.
  • Marihuana bezeichnet üblicherweise getrocknete Cannabisblüten beziehungsweise blütennahe Pflanzenteile.
  • Haschisch besteht aus abgetrennten beziehungsweise konzentrierten harzreichen Bestandteilen.
  • Nutzhanf gehört ebenfalls zur Gattung Cannabis.
  • Nicht jede Cannabispflanze besitzt denselben THC-, CBD- oder Terpengehalt.
  • Genetik und Umwelt beeinflussen die Eigenschaften einer Pflanze erheblich.

Cannabis ist damit wesentlich mehr als nur „THC“ oder „Marihuana“.

Wer die Wirkung, Sorten und Produkte verstehen möchte, sollte zunächst die Cannabispflanze selbst, ihren Aufbau und ihre Inhaltsstoffe kennen.

Häufige Fragen zu Cannabis

Was ist Cannabis einfach erklärt?

Cannabis ist eine Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse. Sie bildet unter anderem Cannabinoide wie THC und CBD sowie verschiedene Terpene.

Ist Cannabis eine Pflanze?

Ja. Cannabis bezeichnet eine Pflanzengattung. Getrocknete Blüten, Haschisch und Extrakte sind daraus hergestellte beziehungsweise gewonnene Produkte.

Ist Cannabis dasselbe wie Hanf?

Biologisch gehören Hanf und Cannabis zur selben Pflanzengruppe. Im Alltag wird „Hanf“ häufig eher für Nutzhanf und industrielle Anwendungen verwendet.

Ist Cannabis dasselbe wie Marihuana?

Nein. Cannabis bezeichnet die Pflanze beziehungsweise Pflanzengattung. Marihuana bezeichnet üblicherweise getrocknete Cannabisblüten und blütennahe Pflanzenteile.

Ist Cannabis dasselbe wie Haschisch?

Nein. Haschisch wird aus den harzreichen Bestandteilen beziehungsweise Trichomen der Cannabispflanze hergestellt.

Welche Wirkstoffe enthält Cannabis?

Zu den bekanntesten Wirkstoffen gehören Cannabinoide wie THC, CBD, CBG, CBC und CBN. Daneben enthält Cannabis unter anderem verschiedene Terpene und weitere Pflanzenstoffe.

Wo entsteht THC in Cannabis?

THC beziehungsweise seine Vorstufen entstehen in Verbindung mit den Drüsenhaaren beziehungsweise Trichomen der Pflanze. Besonders viele befinden sich im Bereich der weiblichen Blütenstände.

Macht Cannabis immer high?

Nein. Die berauschende Wirkung hängt insbesondere vom THC-Gehalt, der aufgenommenen Menge und weiteren individuellen Faktoren ab.

Gibt es männliche und weibliche Cannabispflanzen?

Ja. Cannabis kann getrennte männliche und weibliche Pflanzen bilden. Unter bestimmten Bedingungen sind auch Pflanzen mit männlichen und weiblichen Blütenmerkmalen möglich.

Was sind Trichome?

Trichome sind kleine Strukturen beziehungsweise Drüsenhaare auf der Pflanzenoberfläche. Bestimmte Trichome produzieren ein Harz, das reich an Cannabinoiden und weiteren Pflanzenstoffen sein kann.

Quellen & weiterführende Informationen

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Informationen zur Hanfpflanze, Cannabinoiden, Drüsenhaaren, THC und Hanfsamen.

European Union Drugs Agency (EUDA)
Cannabis Drug Profile mit Informationen zur Cannabispflanze, Cannabisblüten, Harz und Cannabinoiden.

Hinweis

Dieser Artikel dient der allgemeinen botanischen und wissenschaftlichen Information. Aussagen zu medizinischer Verwendung, Wirkung und Risiken einzelner Cannabinoide werden in separaten Fachartikeln ausführlicher eingeordnet.