6 Min. Lesezeit

Was ist ein Longpape? Bedeutung, Größen und Unterschiede erklärt

Wer sich mit Cannabis, Tabak oder selbstgedrehten Zigaretten beschäftigt, stößt früher oder später auf den Begriff „Longpape“. Gemeint sind besonders lange Zigarettenpapiere, die deutlich mehr Platz bieten als klassische kurze Blättchen. Doch Longpape ist nicht gleich Longpape: Neben unterschiedlichen Größen gibt es verschiedene Papiermaterialien, Stärken und Verarbeitungsformen.

In diesem Artikel erklären wir, was Longpapes sind, worin sie sich unterscheiden und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Was ist ein Longpape?

Ein Longpape ist ein längliches Zigarettenpapier, das zum manuellen Drehen verwendet wird. Der Begriff stammt aus dem Englischen und setzt sich aus „long“ für lang und „paper“ für Papier zusammen.

Während klassische Zigarettenblättchen häufig ungefähr 70 bis 80 Millimeter lang sind, liegen viele Longpapes im Bereich von etwa 100 bis 110 Millimetern. Die genaue Größe unterscheidet sich je nach Hersteller und Produkt.

Besonders verbreitet ist das sogenannte King-Size-Format. Daneben gibt es unter anderem King Size Slim sowie längere Spezialformate.

Eine verbindliche einheitliche Definition dafür, ab welcher Länge ein Papier als Longpape bezeichnet wird, existiert allerdings nicht. Der Begriff wird überwiegend als Produkt- und Alltagsbezeichnung verwendet.

Welche Longpape-Größen gibt es?

Bei Longpapers begegnet man häufig Bezeichnungen wie King Size oder King Size Slim.

King-Size-Papers sind in der Regel ungefähr 100 bis 110 Millimeter lang. Die Breite kann dabei stark variieren.

King Size Slim bezeichnet meist ebenfalls lange Papers, die jedoch schmaler geschnitten sind. Viele Nutzer bevorzugen diese Variante, weil weniger überschüssiges Papier eingerollt werden muss.

Daneben existieren sogenannte Rolls. Dabei befindet sich das Papier auf einer Rolle und kann individuell auf die gewünschte Länge zugeschnitten beziehungsweise abgerissen werden.

Die tatsächlichen Maße sollten immer auf der jeweiligen Produktverpackung geprüft werden, da sich die Formate zwischen Herstellern unterscheiden können.

Aus welchen Materialien bestehen Longpapes?

Longpapes können aus verschiedenen pflanzlichen Ausgangsmaterialien hergestellt werden.

Zellulosebasierte Papers

Viele klassische Blättchen bestehen aus sehr dünnem Papier auf Zellulosebasis. Zellulose ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände und kann unter anderem aus Holz oder anderen Pflanzenfasern gewonnen werden.

Hanfpapier

Bei Hanfpapers werden Hanffasern beziehungsweise daraus gewonnene Zellulosebestandteile eingesetzt. Hanf kann aufgrund seiner Faserstruktur grundsätzlich zur Papierherstellung verwendet werden.

Die Verwendung von Hanf für ein Longpape bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Produkt Cannabiswirkstoffe wie THC enthält.

Reispapier

Auch sogenannte Rice Papers sind verbreitet. Sie werden meist besonders dünn hergestellt. Die genaue Materialzusammensetzung kann jedoch je nach Hersteller variieren.

Der Produktname allein erlaubt daher nicht immer Rückschlüsse auf sämtliche verwendeten Rohstoffe.

Gebleichte und ungebleichte Longpapes

Bei Papers findet man häufig die Bezeichnungen „gebleicht“ und „ungebleicht“.

Gebleichte Papers sind meist heller oder weiß. Während des Herstellungsprozesses werden Bestandteile des Ausgangsmaterials entfernt oder aufgehellt.

Ungebleichte Papers besitzen dagegen häufig eine beige bis hellbraune Farbe. Hersteller vermarkten diese Produkte teilweise als „natural“ oder „unbleached“.

Die Farbe allein sagt jedoch nur begrenzt etwas über die Gesamtqualität eines Papers aus. Wichtiger sind unter anderem die verwendeten Rohstoffe, die Verarbeitung und mögliche Zusatzstoffe.

Warum sind manche Longpapes besonders dünn?

Viele moderne Longpapers werden möglichst dünn produziert.

Das hat mehrere Gründe. Dünneres Papier benötigt weniger Material, verändert die Papiermenge beim Drehen und kann ein anderes Abbrennverhalten besitzen als dickere Varianten.

Wie schnell ein Paper tatsächlich abbrennt, hängt allerdings nicht nur von seiner Dicke ab. Auch Papierzusammensetzung, Luftzufuhr, Feuchtigkeit und die Art des Inhalts spielen eine Rolle.

Aussagen wie „je dünner das Paper, desto besser“ lassen sich deshalb nicht pauschal treffen.

Was ist die Klebefläche eines Longpapes?

An einer Längsseite befindet sich bei den meisten Longpapes ein schmaler Klebestreifen.

Dieser wird häufig aus pflanzlichen Klebstoffen hergestellt. Besonders verbreitet ist Gummi arabicum, ein natürliches Pflanzenprodukt, das traditionell als Klebemittel eingesetzt wird.

Durch leichtes Anfeuchten wird der Klebestreifen aktiviert und anschließend auf dem Papier fixiert.

Auch hier können sich Material und Zusammensetzung je nach Hersteller unterscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen Longpape und normalen Blättchen?

Der wichtigste Unterschied ist die Länge.

Normale Blättchen sind meist für kleinere selbstgedrehte Zigaretten ausgelegt. Longpapes bieten dagegen deutlich mehr Fläche.

Zusätzlich unterscheiden sich viele Produkte hinsichtlich Breite, Material, Papierstärke und Klebestreifen.

Longpapes sind damit keine grundsätzlich andere Produktart, sondern im Wesentlichen eine längere Variante von Zigarettenpapier.

Was bedeutet King Size Slim?

King Size Slim gehört zu den bekanntesten Longpape-Formaten.

„King Size“ beschreibt dabei die größere Länge, während „Slim“ auf eine geringere Papierbreite hinweist.

Das Format ist beliebt, weil weniger Papier vorhanden ist als bei breiteren King-Size-Papers.

Die Bezeichnung ist jedoch keine weltweit einheitlich normierte Größenangabe. Deshalb können sich King-Size-Slim-Papers verschiedener Hersteller in ihren tatsächlichen Maßen leicht unterscheiden.

Was sind Longpape-Rolls?

Neben vorgeschnittenen Papers existieren Papierrollen.

Dabei befindet sich mehrere Meter langes Zigarettenpapier auf einer kleinen Rolle. Nutzer können selbst bestimmen, wie lang das verwendete Stück sein soll.

Solche Produkte werden häufig als Rolling Paper Rolls oder einfach Paper Rolls bezeichnet.

Der Vorteil liegt vor allem in der flexiblen Länge. Gleichzeitig muss das Papier jedes Mal selbst abgetrennt werden.

Gibt es Longpapes mit integriertem Filter?

Ein klassisches Longpape enthält normalerweise keinen Filter.

Viele Hersteller verkaufen jedoch Kombinationspackungen, bei denen neben den Papers auch Filtertips beziehungsweise Tip-Papier enthalten sind.

Ein Tip besteht in der Regel aus gefaltetem Karton beziehungsweise festem Papier. Davon zu unterscheiden sind klassische Zigarettenfilter oder Aktivkohlefilter.

Diese Produktarten erfüllen unterschiedliche Funktionen und sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden.

Sind teure Longpapes automatisch besser?

Der Preis allein ist kein zuverlässiger Qualitätsindikator.

Entscheidender sind Faktoren wie Materialqualität, Verarbeitung, Papierstärke, Klebefläche und persönliche Präferenzen.

Auch sehr günstige Produkte können ihren Zweck erfüllen, während ein höherer Preis beispielsweise durch Markenpositionierung, besondere Verpackungen oder spezielle Materialien entstehen kann.

Wer Longpapers vergleichen möchte, sollte deshalb stärker auf konkrete Produkteigenschaften als ausschließlich auf den Preis achten.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Bei der Auswahl eines Longpapes lohnt sich zunächst ein Blick auf die Größe. Besonders Länge und Breite unterscheiden sich teilweise deutlich.

Auch das verwendete Papiermaterial kann relevant sein. Einige Nutzer bevorzugen besonders dünnes Papier, andere Hanf-, Reis- oder ungebleichte Varianten.

Darüber hinaus können Klebestreifen, Papierstärke und Verarbeitung eine Rolle spielen.

Gerade bei sehr günstigen oder unbekannten Produkten ist es sinnvoll, auf transparente Herstellerangaben zur Zusammensetzung und Herkunft zu achten.

Longpapes und Cannabis

Longpapes werden häufig mit Cannabiskonsum in Verbindung gebracht, sind grundsätzlich jedoch lediglich Zigarettenpapier.

Sie können für unterschiedliche selbstgedrehte Rauchprodukte verwendet werden und enthalten selbst normalerweise keine Cannabinoide.

Auch der Verkauf von Papers sagt deshalb zunächst nichts darüber aus, welcher Inhalt später damit verwendet wird.

Ottlover betrachtet Longpapes daher in erster Linie als Zubehörprodukt und ordnet Materialien, Formate und Produkteigenschaften sachlich ein.

Fazit: Longpapes sind einfach längere Papers

Ein Longpape ist im Kern nichts anderes als ein besonders langes Zigarettenpapier.

Die Produkte unterscheiden sich jedoch teilweise deutlich hinsichtlich Länge, Breite, Material, Papierstärke und Verarbeitung.

King Size und King Size Slim gehören zu den bekanntesten Formaten. Zusätzlich gibt es Papierrollen, Hanfpapers, Reispapers sowie gebleichte und ungebleichte Varianten.

Welches Longpape am besten geeignet ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Die Wahl hängt insbesondere vom gewünschten Format, den verwendeten Materialien und persönlichen Präferenzen ab.

Häufig gestellte Fragen zu Longpapes

Was bedeutet Longpape?

Longpape bezeichnet ein besonders langes Zigarettenpapier zum manuellen Drehen. Der Begriff ist eine Kombination aus dem englischen „long“ und „paper“.

Wie lang ist ein Longpape?

Viele Longpapes sind ungefähr 100 bis 110 Millimeter lang. Die Maße unterscheiden sich jedoch je nach Hersteller und Produkt.

Was bedeutet King Size bei Papers?

King Size bezeichnet ein längeres Papierformat. Eine vollständig einheitliche Größenangabe gibt es allerdings nicht.

Was ist King Size Slim?

King Size Slim bezeichnet lange Papers mit vergleichsweise geringer Breite.

Gibt es Longpapes aus Hanf?

Ja. Verschiedene Hersteller bieten Papers auf Basis von Hanffasern beziehungsweise Hanfzellulose an.

Enthalten Hanfpapes THC?

Hanfpapier enthält aufgrund seines Ausgangsmaterials nicht automatisch psychoaktive Mengen THC. Papers selbst dienen lediglich als Papierprodukt.

Was bedeutet ungebleichtes Longpape?

Ungebleichte Papers wurden nicht auf dieselbe Weise aufgehellt wie klassische weiße Blättchen und besitzen deshalb häufig eine beige oder hellbraune Farbe.

Sind Longpapes legal?

Zigarettenpapier beziehungsweise Longpapes sind gewöhnliche Zubehörprodukte und grundsätzlich legal erhältlich. Die rechtliche Bewertung des darin verwendeten Inhalts ist davon unabhängig.